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Vergangene Diskussion in Berlin: Welche Chance hat die Demokratie im arabischen Raum?

Discussing World Politics hat herzlich zur Diskussion am 12.3.2018 um 19 Uhr im Common Ground (Großer Raum)  – Rosenthaler Straße 1, 10119 Berlin eingeladen.

Wir diskutierten:

Welche Chance hat die Demokratie im arabischen Raum?

 

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/1200520886751889/

Als vor sieben Jahre der Arabische Frühling ausbrach, waren die Hoffnungen groß, auch in Europa. Die demonstrierenden und jubelnden Menschenmassen in Kairo und anderswo erinnerten an die friedliche Revolution im ehemaligen Ostblock. Doch schon nach recht kurzer Zeit war das Bild ein ganz anderes: Das Aufbegehren der Bevölkerung für mehr Demokratie und Gerechtigkeit mündete entweder in neue Repression oder – noch schlimmer – in einen blutigen Bürgerkrieg. Einzig in Tunesien hat der Sturz des Ben-Ali-Regimes zu einer demokratischen Transformation geführt; in anderen Teilen der arabischen Welt waren die Proteste gegen brutale Sicherheitsapparate und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit vergeblich. Was bedeutet diese Erfahrung für die Zukunft des arabischen Raumes? Warum hat das Verlangen nach mehr Freiheit und Partizipation so wenige Früchte getragen? Welche strukturellen Faktoren tragen dazu bei, dass demokratische Regierungssysteme in der Region nur schwer Fuß fassen können? Und wie sehen heute die Hoffnungen und Erwartungen der Menschen aus?

Diese und andere Fragen diskutierten wir gemeinsam. Als Experten begrüßten wir Professor Dr. Bernhard Stahl, Professor für Internationale Politik an der Universität Passau, und Basem Chihadeh, der den arabischen Frühling im Libanon erlebte und seit 2015 in Berlin lebt.

  • Dr. Bernhard Stahl promovierte und habilitierte an der Universität Trier in Politikwissenschaften und ist seit 2010 Professor für Internationale Politik an der Universität Passau. Seine Expertise liegt unter anderem in europäischer Außenpolitik, transatlantischen Beziehungen, sowie der Regionalforschung zum Mittleren Osten. Bis 2016 koordinierte er das Projekt “Tunisia in Transition” und beschäftigt sich weiterhin mit den Auswirkungen des Arabischen Frühlings.
  • Basem Chihadeh flüchtete im Jahr 2015 als staatenloser Palästinenser aus dem Libanon nach Deutschland und erlebte den arabischen Frühling vor Ort. Er arbeitet derzeit bei Kobalt Productions GmbH und engagiert sich für andere arabische Flüchtlinge.

Wie immer war der Eintritt frei, jeder  war herzlich willkommen, keiner musste und jeder durfte mitdiskutieren.

Vielen Dank für Ihr Kommen!

Ihr DWP-Team

Bei Fragen und Anregungen bezüglich dieser Veranstaltung schreiben Sie uns gerne:

Henrik.Meyer@discussing-world-politics.org

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