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Kürzlich diskutiert in Berlin: “Klimagerechtigkeit – Kollektive Krise. Individuelle Verantwortung?”

Diskussion zum Thema:

“Klimagerechtigkeit – Kollektive Krise. Individuelle Verantwortung?”

 

Klimawandel ist nicht mehr nur ein Umweltproblem, sondern wird zu einer wachsenden ethisch-politischen Herausforderung. Ungerechtigkeit besteht nach der Meinung von Klimagerechtigkeitsvertretern darin, dass die Verursachung der Treibhausgasemissionen und der daraus entstehende Schaden ungleich in der Welt verteilt sind. Oft werden Forderungen nach mehr Verantwortung seitens der Industrienationen gestellt. Andererseits ist es die Industrie – vor allem in Deutschland – die einen technologieorientierten Wandel hin zur Emissionsreduzierung vollziehen will. Dabei beruft sie sich auf die Wahrung von Wettbewerbsfähigkeit und das Abwiegen zwischen ökologischer Notwendigkeit und wirtschaftlicher Machbarkeit.

Das Pariser Klimaabkommen hält zum ersten Mal den Begriff der Klimagerechtigkeit fest. Unklar ist aber wer für Schäden, die durch den Klimawandel entstehen, verantwortlich gemacht werden soll. Was bedeutet es, wenn ein von Gletscherwasser bedrohter peruanischer Kleinbauer gegen einen deutschen Energiekonzern vor Gericht zieht? Inwieweit steht die Industrie zu ihrer historischen Verantwortung und lässt sich die Klimakrise mit politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen bewältigen?

Darüber haben wir gemeinsam mit Euch und unseren beiden Experten, Dr. Tadzio Müller, vom Institut für Gesellschaftsanalyse (IFG) der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und Dr. Dennis Rendschmidt, vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) e.V., diskutiert.

Für Getränke und Snacks im Anschluss an die Veranstaltung war dank der freundlichen Unterstützung der GIZ gesorgt.

Moderation: Boris Schneider, Simon Schöning (Discussing World Politics)

ÜBER UNSERE EXPERTEN
Dr. Tadzio Müller ist Autor und Referent für Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie am Institut für Gesellschaftsanalyse (IFG) der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er ist ausgesprochener Kritiker der bestehenden Weltwirtschaftsordnung und plädiert für einen Systemwandel (“System change, not climate change”). Klimagerechtigkeit sieht er als Mittel für eine globale Umverteilung von Reichtum und Macht. Seiner Meinung nach kann es der Gesellschaft nur über einen Paradigmenwechsel gelingen, in einer gerechten Weise den Folgen des Klimawandels zu begegnen.

Dr. Dennis Rendschmidt ist Autor und stellvertretender Abteilungsleiter für Energie- und Klimapolitik beim Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) e.V. Für ihn spielt vor allem die Versorgungssicherheit für den Industriestandort Deutschland zu möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten eine zentrale Rolle. Der BDI bekennt sich zu der besonderen Rolle der Industrie vor dem Hintergrund der Energiewende. Als deren Vertreter spricht sich der BDI gegen zu viel staatliche Regulierung und für marktbasierte Instrumente in der globalen Klimapolitik aus.

 

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DISCUSSING WORLD POLITICS: WER WIR SIND
Discussing Word Politics wurde vor drei Jahren in Helsinki gegründet. Seit 2016 gibt es die Initiative auch in Berlin, wo bereits fünf Diskussionen stattgefunden haben. Wir freuen wir uns immer über engagierte Freiwillige, die Lust haben, sich einzubringen und DWP Berlin mitzugestalten. Mehr Informationen hier: http://www.discussing-world-politics.org/how-to-engage/

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