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Kürzlich diskutiert in Berlin: Populismus – Volksnähe oder Verführung?

“Populismus – Volksnähe oder Verführung?”

Populisten erheben für sich den Anspruch, im Namen des Volkes zu sprechen und stilisieren sich so als Anwälte der Demokratie. Damit greifen sie gezielt bestehende politische Strukturen und das sogenannte „Establishment“ an, das sie als illegitimen Inhaber politischer Macht ansehen. Indem Populisten in ihrer Rhetorik dem „normalen Volk“ eine „korrupte und faule Elite“ gegenüberstellen, polarisieren sie den politischen Diskurs.

Andererseits treffen Populisten den Nerv der Zeit. Durch bürgernahe Sprache, unpopuläre Forderungen und Grundsatzkritik gelingt es ihnen, auch bis dato nicht an Politik interessierte Menschen an die Wahlurnen oder auf die Straße zu bringen.

Kann Populismus also als Gegenmittel einer weit verbreiteten Politikverdrossenheit dienen? Oder entspricht er der „größten Bedrohung für Europa“, wie der ehemalige Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, ihn 2012 bezeichnete? Ist Populismus ein Symptom einer sehr lebendigen oder einer sehr kaputten Demokratie? Und wer entscheidet eigentlich, wo Populismus beginnt und wie er definiert wird?

Darüber möchten wir gerne gemeinsam mit euch und unseren beiden Experten, Dr. Heiko Giebler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Demokratisierung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) und Wahlkampfmanager und US-Experte Julius van de Laar (VAN DE LAAR CAMPAIGNING / www.juliusvandelaar.com), diskutieren. Für Getränke und Snacks ist im Anschluss an die Veranstaltung, dank der GIZ, gesorgt.

Moderation: Lisa Richter, Regina Welsch (Discussing World Politics)

ÜBER UNSERE EXPERTEN
Julius van de Laar leitete im US-Wahlkampf 2012 den Bereich Wählermobilisierung für Barack Obama. Heute berät der studierte Politik- und Kommunikationswissenschaftler politische Organisationen, NGOs, und Unternehmen in der Entwicklung strategischer Kampagnen. Van de Laar weiß um die Stärken und Schwächen populistischer Rhetorik und findet, dass politische Mobilisierung nur durch Polarisierung funktioniert.

Dr. Heiko Giebler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) in der Abteilung Demokratie und Demokratisierung. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit Parteien-, Wahl- und Einstellungsforschung. Besonders problematisch findet er, dass Populismus ausgrenzt und zu sehr vereinfacht.

ANMELDUNG
Da wir die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen begrenzen müssen, bitten wir um Anmeldung unter dem folgenden Link. Plätze werden nach dem first come first serve Prinzip vergeben:

https://goo.gl/forms/lhi89l0gkfa89jDM2

DISCUSSING WORLD POLITICS: WER WIR SIND
Discussing Word Politics wurde vor drei Jahren in Helsinki gegründet. Seit 2016 gibt es die Initiative auch in Berlin. Wir freuen wir uns immer über engagierte Freiwillige, die Lust haben, sich einzubringen und DWP Berlin mitzugestalten. Mehr Informationen hier: http://www.discussing-world-politics.org/how-to-engage/

KONTAKT
Email: team@discussing-world-politics.org
Twitter: https://twitter.com/disworldpol

Übrigens: Zur Einstimmung auf die Diskussion haben wir eine Gegenüberstellung zum Thema auf unserem Blog veröffentlicht: http://www.discussing-world-politics.org/2016/11/21/populismus/

Foto: Graf Foto

One thought on “Kürzlich diskutiert in Berlin: Populismus – Volksnähe oder Verführung?

  1. Very good blog you have here but I was curious if you knew of any user discussion forums that cover the same topics discussed here? I’d really love to be a part of group where I can get opinions from other knowledgeable individuals that share the same interest. If you have any suggestions, please let me know. Many thanks!

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